Bildung wirkt!

Ein Alarmsignal.
In Deutschland sind etwa 37 Millionen und rund 2 Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig oder sogar fettleibig so die Innungskrankenkasse.

Die Fraktion DIE Linke beschäftigt sich nach den Sommerferien rund um das Thema gesunde Ernährung in Kindertagesstätten und Schulen. Gesundheitsbildung, ein gesundheitsförderndes Angebot und die Sicherung sozial verträgliche Preise oder die Möglichkeit für eine kostenlose Abgabe von Speisen und Getränke in den Einrichtungen sollen Schwerpunkte unserer Diskussion sein.

Gesunde Ernährung in Kindergarten und Schule

Trotz Fördermittel und Zuschüsse stehen Einrichtungen und Ganztagsschulen vor ein kniffeliges Problem, mit immer weniger Geldmittel immer größere Gruppen und Klassen ordentlich zu verpflegen.
Da wir für eine Verbesserung der Ernährungssituation für Kindertagesstätten und Schulen sind spricht Die Linke in den nächsten Wochen mit Experten über dieses Thema .Denn eine gesunde Ernährung für unsere Kinder ist auch auf Kommunalebene wichtig, wo 1/3 de Kinder in Armut lebt. Durch einen Informationsaustausch der Situation in Kindertagesstätten und Schulen, erhoffen wir uns vielfältige Anregungen um die Situation verbessern zu können. Es geht vor allen um eine Beratung von Strategie und politischen Maßnahmen auf kommunaler- ebene zur Verbesserung einer gesunden Ernährung als einer Grundlage für gute und gleichwertige Bildungschancen für alle Kinder zu Erreichen.
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Frühkindliche Bildung

Nicht nur einen dreifachen Auftrag wie Bildung, Erziehung und Betreuung gehört nach Bundesrecht zu den Aufgaben der Kitas, dazu kommen neue erweiterte Aufgaben hinzu wie Elternarbeit und Sprachförderung.
.Frühkindliche Bildung eröffnet Chancen. Schon in den ersten Lebensjahren wird das Fundament einer erfolgreichen Bildungsbiografie gelegt. Vom ersten Lebenstag an sind Kinder, neugierige, kompetente und eigenständige Entdecker der Welt. Jedes Kind lernt dabei anders und auf unterschiedlichen Lernwegen. Entscheidend für eine erfolgreiche frühe Förderung sind gute Ausbildungen von Erzieherinnen, denn von den Rahmenbedingungen hängt die Qualität pädagogischer Arbeit in den Kitas besonders ab. Ausreichend Vor- und Nachbereitungszeiten, Betreuungsschlüssel, die Spielräume und Flexibilität zulassen. Die Frühkindliche Bildung kann aber auch nur gelingen, wenn alle Akteure im Umfeld von Kindern ihre Arbeit aufeinander abstimmen und Eltern als aktive Partner mit ins Boot geholt werden. Entscheiden ist aber auch der gleichberechtigte Zugang aller Kinder zu Angeboten der frühkindlichen Bildung und Förderung- unabhängig von Einkommen und sozialen Status der Eltern.

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Schulpolitik

Wir wollen das Lernende Spaß an der Schule haben, dass Schule trotz des muss ein Ort ist wo man gerne hingeht. Wo es sich lohnt zu lernen, aber auch Hilfe erwarten kann wenn es schwierig ist. Schule ist auch ein Ort wo man Freunde treffen und finden kann. Wichtig ist das auch die Bedürfnisse von Kindern und Eltern respektiert werden, denn Schule soll Zukunft bringen und Spaß machen.

Berufsbildung

Eine gute Berufsausbildung ist für viele Jugendliche nach wie vor wichtig und erstrebenswert. Ein Berufsabschluss ist nicht nur eine Grundlage, eine gute Arbeit zubekommen und verrichten zu können, man kann sich dadurch auch ein gesellschaftlichen Wohlstand sichern und ein selbstbestimmendes Leben führen, sie auch für ein demokratisches und kritisches Engagement in der Gesellschaf wichtig. Eine umfassende Handlungskompetenz und die Orientierung auf Lebensbegleitendes Lernen sind die wesentlichen Ziele der beruflichen Bildung, um junge Menschen auf ein erfolgreiches Berufsleben in einer zunehmend international geprägten und sich ständig wandelnden Wirtschaft- und Arbeitswelt vorzubereiten

Alle Jugendlichen haben ein Recht auf eine gute Berufsausbildung

Eine gute Ausbildung ist die beste Voraussetzung, um sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Sie ist auch wichtig für die gesellschaftliche Teilhabe eines Jeden. Sie entscheidet maßgeblich darüber, ob wir ein Leben in Eigenregie führen und uns im weiteren Lebenslauf auf neue Anforderungen einzustellen und sich aktiv weiterzubilden. Gute Bildung für alle Jugendliche von Anfang an. Aber leider sieht es so aus das gut die Hälfte aller Jugendlichen ins besondre die mit einem Hauptschulabschluss nach Ende des Schulbesuchs in eine Übergangsmaßnahme münden.
Mehr zu dem Thema, mit welchen Barrieren ostdeutsche Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf zu kämpfen haben untersucht Frank Tillmann:



Kinder- und Jugendpolitik

Die Kinder und Jugendpolitik der Fraktion DIE LINKE will eine faire Chance für alle Kinder von Anfang an schaffen. Kinder und Jugendpolitik haben weit aus mehr zu bieten als Kitas, Jugendclub oder Freienfreizeit. Die Kinder und Jugendpolitik st ein zentraler Bestandteil und ein wichtiges Handlungsfeld. Die gesellschaftliche Strukturen von Kindern und Jugendliche müssen verbessert werden. Dazu gehören Förderung und Bildung, Beratung, verlässliche Netzwerke und frühe Hilfe .Aber vor allen Dingen auch Zeit, sich mit den Problemen und Schwierigkeiten die Kinder und Jugendlichen bewältigen müssen, auseinander zusetzen. Kinder und Jugendpolitik ist kein Bereich für sich sondern betrifft alle Bereiche in der Politik.
R.H

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Den sozialen Zusammenhalt in Gelsenkirchen stärken
Viele Bürger sagen uns immer wieder, dass die soziale Gerechtigkeit für sie in einer Stadt wie Gelsenkirchen sehr wichtig ist. Dazu gehört auch die Bekämpfung der viel zu hohen Anzahl von Kindern die in Gelsenkirchen in Armut Leben. Die Kombination aus fehlenden Geldern, schlechte Bildungschancen, schlechter Gesundheitszustand, fehlende Kontakte zu anderen Menschen usw. tragen maßgeblich zur Kinderarmut bei. Es gibt Kinder und Jugendliche die gerade mal ihr Stadtteil kennen und den Rest von Gelsenkirchen noch nie gesehen haben. Ob die Zoom- Welt, Sportparadies, Kino, Ausflüge sowie Schulmaterial. Gesunde Ernährung kann man sich nur dann Erlauben, wenn das Geld dafür auch da ist. Dass in Sachen Kinderarmut einiges falsch läuft, zeigt auch das 1/3 der Kinder in Gelsenkirchen davon betroffen sind. Um Kinderarmut zu bekämpfen brauchen wir endlich einen Sozialbericht, der uns jedes Jahr zeigt wie es in Sachen Kinderarmut steht. Auch brauchen wir mehr Geld für Bildung und Betreuung, dazu muss es in Kitas und Schulen ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder geben. Auch müssen die vorhandenen Netzwerke in Bildung und Soziales und in der Familienpolitik weiter ausgebaut werden.



1. „Schulessen für unsere Kinder“

Wir fordern dass, für unsere Kinder und Jugendlichen in Gelsenkirchen in Ganztagsschulen ein vollwertiges Mittagsessen angeboten wird. Eltern mit niedrigen Einkommen und Hartz IV- Empfänger- innen sollen von der finanzieller Beteiligung an den Kosten der Mahlzeit befreit werden. Denn wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass viele Eltern, das Geld für ein Schulessen ihrer Kinder gar nicht haben. Nicht umsonst hat die Tafel in Gelsenkirchen so viel Zulauf und verteilt an einigen Schulen sogar Pausenbrote an die Kinder. In einer Schule wo Kinder den größten Teil des Tages verbringen, gehört auch die Bereitstellung eines vollwertigen und gesunden Mittagsessen dazu. Schließlich hängt von der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit davon ab, dass der Tag in der Ganztagsschule u a. durch Zeiten für Essen und Bewegung gesteuert wird. Auch wird das soziale Miteinander durch eine gemeinsame Mahlzeit in der Schule gestärkt. Die beste Lösung ist unserer Meinung nach: „Eine Mahlzeit für alle, finanziert aus Steuermittel“. Wenn wir Milliarden für Banken, Wirtschaft und Griechenland haben, sollten wir auch auf Bundesebene ein paar Millionen für unsere Kinder übrig haben und ihnen ein kostenloses gesundes und vollwertiges Schulessen ermöglichen. Das neue Entgelt von 2.99Euro pro Einzelmenü, was der Rat am 08.07.10 beschließen möchte ist nach unserer Meinung für eine Stadt wie Gelsenkirchen zu hoch. Andere Städte sind auch in der Lage es preiswerter anzubieten und außerdem haben wir auch eine andere Meinung zum Schulessen siehe Artikel oben. Deswegen stimmt die Fraktion Die Linke auch mit nein zum Tagesordnungspunkt zur Festlegung des Essenentgelt in weiterführende Schulen mit Ganztagsbetrieb oder Übermittagsbetreuung.






Pressemitteilung

Betreff: Elternbefragung Primarbereich 2009

Das Ergebnis der anonymen Elternbefragung an den offenen Ganztagsschulen, ist aus Sicht der Ratsfraktion Die Linke, mehr als unbefriedigend. Für die Befragung wurden 2300 Fragebögen verteilt und 607 Eltern hatten daran teilgenommen. Das entspricht einem Rücklauf von ganzen 26,4 %. Diese 26,4 % sind sicherlich nicht repräsentativ zu werten und es besteht hier noch ein dringender Nachholbedarf. Es ist auch eine Tatsache, dass um so häufiger den Eltern die Befragung vorliegt, diese immer seltener daran teilnehmen. Vielleicht sollte man deshalb die Befragung etwas schmackhafter machen und das Referat für Kinder, Jugend und Familien überlegt sich eine attraktive Möglichkeit um den Rückfluss prozentual zu steigern. Wir sind gerne bereit dafür Vorschläge zu unterbreiten.


Mehr als nur Spielen

Heute werden in Gelsenkirchen Einrichtungen für Kinder unter 3 Jahren die halb- oder ganztägig betreut werden sollen, besser angenommen. Gerade Frauen und Paare die beide Arbeiten sehen das U3 Angebot als Chance Familie und Beruf zu vereinbaren. Dafür spricht dass in vielen Städten die Nachfrage größer ist als das Angebot.
Trotzdem stellt sich vielen Eltern die Frage, ob die Kinder dort in guten Händen sind und ausreichend gefördert werden. Da es doch Fakt ist, das nur 2 Erzieher um 10 Kinder unter 3 Jahren und in altergemischt Gruppen 2 Erzieher für 20 Kinder da sind. Ist es mit so einer Besetzung möglich das die Betreuer genug Zeit haben auf jedes Kind einzugehen auch in Konflikt Situationen, können sie den Kindern ausreichend Erholungsphase bieten, den die Kinder befinden sich 8 Stunden in ihrer Obhut.
Tatsache ist das alles gerade noch möglich ist, aber stark verbesserungsbedürftig.
Um den Entwicklungsstand einzuschätzen, muss in der Ausbildung mehr diagnostisch- psychologische Kompetenz vermittelt werden. Denn nur so können Kinder angemessen gefördert werden.
Wir sollten mal z.B. nach Skandinavien schauen, die viel mehr Geld in die frühkindliche Bildung stecken, wo die Erzieher auch praxisnah studieren und der Betreuungsschlüssel viel günstiger ist.
Hier bei uns sind die Möglichkeiten Kinder optimal zu fördern, längst noch nicht ausgeschöpft.
Lernfähigkeit, Denkvermögen, Sozialkompetenz und psychische Stabilität im Erwachsenenalter, können noch stark verbessert werden, wenn die frühkindliche Betreuungseinrichtungen mit deutlich mehr und besser ausgebildeten Personal besetzt wäre. Damit sich das Lern- und Denkverhalten bei Kinder besser entfalten kann und sie im Leben auf beide Beine stehen können. müssen sie persönliche Sicherheit und Selbstbewusstsein erlernen. Geschulte Erzieher sollen Kindern auch beim verarbeiten von schwierigen und belasteten Situationen unterstützen und zur Seite stehen. Das geht nur mit mehr und besser ausgebildeten Erzieher.
Schließlich ist es ja auch kein Zufall, dass die Skandinavier in der internationalen Pisa- Studie so gut abgeschnitten haben.



Sicherheitswesten für Schulanfänger



Wir haben vor Wochen die Stadt Gelsenkirchen über Dr. Beck und die Medien auf eine Aktion des ADAC bzw. Stiftung Gelber Engel aufmerksam gemacht. Diese stellen alle Schulanfängern 2010 eine gelbe Sicherheitsweste zur Verfügung. Die Sicherheitswesten sind Giftstoff frei und schützen die Kinder vor Gefahren in der dunklen Jahreszeit im Straßenverkehr. Denn im Winter verunglücken doppelt so viele Kinder wie in der hellen Sommerzeit. Mit Sicherheitswesten werden die Kinder schneller und besser gesehen. Wir sind gespannt ob nach den Sommerferien genügend Westen auch zu den Schulen nach Gelsenkirchen gekommen sind. Auf diese Aktion haben wir die Stadt und die Medien früh genug Aufmerksam gemacht.


Lehrerverband fordert Gewichtskontrolle für Schüler

Der Deutsche Lehreverband möchte das Schüler regelmäßig, durch Schulärzte ihr Gewicht kontrollieren lassen. Josef Kraus Verbandspräsident verlangte in der Bildzeitung, eine Einbindung der Schulärzte bei regelmäßiger Pflichtberatung mit Gewichts Kontrolle. Um bei Auffälligkeiten die Eltern zu warnen und zur Not die Behörden einzuschalten. Eltern sollten sich um gesunde Ernährung und Bewegung ihrer Kinder kümmern, denn Übergewicht belastet die seelische und körperliche Gesundheit des Kindes. Auf Dauer entsteht so ein großer volkswirtschaftlicher Schaden, denn Übergewicht greift nicht nur das Herz an, nein es erhöht auch die Gefahr an Krebs, Zucker, Bluthochdruck und Asthma zu erkranken. Auch die gefährlichen Trans- Fette haben Auswirkung auf die Gesundheit, denn diese beschädigen direkt die Blutgefäße und sind z.B. in Billigbackwaren im Supermarkt zu finden.

Kommentar

Wie heißt es so schön Vertrauen ist schön, Kontrolle ist besser! Wenn man in Gelsenkirchen eine regelmäßige Pflichtberatung mit Gewichtskontrolle durch- führen würde, müsste man die Zahl der Schulärzte verdoppeln oder verdreifachen. Hier würden zusätzliche Kosten für die Stadt entstehen. Ob nach einem Beratungsgespräch, die Kinder eine gesunde Ernährung bekommen würden, kann man auch in Frage stellen denn auch hier würden zusätzliche Kosten für die Eltern entstehen. Auch sollte man nicht vergessen, das 1/3 unsere Kinder in Gelsenkirchen in Armut Leben und die Eltern gar nicht die finanziellen Mittel haben für eine gesunde Ernährung. Dass gesunde Ernährung in Gelsenkirchen ein wichtiges Thema ist, sieht man auch an die Kindertafel die regelmäßig an Grundschule gesunde Pausenbrote verteilen.
Trotzdem ist die Idee des Lehreverbandes gut, denn jeder möchte doch dass beste für seine Kinder.
Die Frage die wir uns hierbei stellen müssen:“ Was sind uns die Kinder unserer Stadt wert und was können wir selber dazu beitragen.

Neues Schulsystem wird angefragt

Hauptschule Stell dir vor, es ist Schule und niemand geht hin! Genau das passiert in den letzten Jahren, in vielen Hauptschulen. Viele Eltern haben immer mehr Angst ihre Kinder auf eine Hauptschule zu schicken, denn die Zukunftschance nach dem Abschluss der Hauptschule einen Ausbildungsplatz zu bekommen ist kaum vorhanden. Obwohl die CDU von der großen Problematik der Hauptschüler weiß, bekennt sie sich seit Jahren zum Erhalt der Hauptschule. Mit ihrem starren Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem sind sie mitverantwortlich für die vielen Bildungsverlierer auch in Gelsenkirchen. Warum ist die Hauptschule Out? - Wer auf die Hauptschule geht, gehört zu den Bildungsverlierern - Hauptschulen stehen in der PISA- Studie ganz unten - In den Lehrerzimmer spricht man schon von einer „Restschule“ - Die Hauptschule ist ein längst veraltertes Modell und muss abgeschafft werden. Denn eine Schule, auf der man eine Qualifikation erhält, die häufig für keinen Job reicht hat in Gelsenkirchen keine Zukunft. - Wenn Schüler die Hauptschule verlassen, haben ca. die Hälfte bis drei Viertel kaum eine gesellschaftliche- und berufliche Chance. - Seit 10- 20 Jahren sinken die Anmeldungen der Schüler für Hauptschulen. Dazu passend folgende Meldung aus Hamburg........................Hamburg zieht offenbar Konsequenzen aus den für die Hansestadt schlechten Ergebnissen der neuen Pisa-Bundesländerstudie, die gestern vorgestellt wurde. Der CDU-Bildungsexperte und Bürgerschaftsabgeordnete Robert Heinemann hält das sächsische Schulmodell für übertragbar auf Hamburg. In Sachsen, einem der Aufsteiger der aktuellen Pisa-Ländervergleichsstudie, gibt es in den Klassen fünf bis zehn nur Gymnasien und die sogenannte Regel- oder Mittelschule. Das wäre das Aus für die Hauptschule als eigenständige Schulform. "Wir müssen uns in der Tat fragen, ob unser Nebeneinander von fünf Systemen richtig ist", sagte Heinemann im Interview.

Stellungnahme des Schalker Gymnasiums

Städtisches Schalker Gymnasium Stellungnahme des Schalker Gymnasiums zum „Gutachten zur Schulentwicklung - Sekundarstufen I und II –“ der Stadt Gelsenkirchen, erstellt durch die Projektgruppe „Bildung und Region“ und zur Bewertung des Gutachtens durch die Verwaltung 2 Stellungnahme des Schalker Gymnasiums zum „Gutachten zur Schulentwicklung - Sekundarstufen I und II -“ der Stadt Gelsenkirchen, erstellt durch die Projektgruppe „Bildung und Region“ und zur Bewertung des Gutachtens durch die Verwaltung Das Schalker Gymnasium anerkennt generell die Notwendigkeit fundierter Schulentwicklungsplanung in Gelsenkirchen, die den `bildungspolitischen Aspekt gegenüber ökonomischen Erwägungen in den Vordergrund stellt´ (Bewertung, S.4); . unterstützt den Ansatz der Verwaltung „schulorganisatorische Maßnahmen frühestens zum Schuljahr 2012/13 als denkbar anzuse-hen“ (Bewertung, S.3); . teilt nachdrücklich den „in Gelsenkirchen bestehenden Grundsatz einer `behutsamen Schulpolitik´“ (Bewertung, S.5), bei dem Prinzipien wie Elternwille, Stadtteilbezogenheit, Weiterent-wicklung von Bestehendem, Schwerpunktsetzung, um ein breit ge-fächertes Bildungsangebot in Gelsenkirchen zu erweitern, zu den Grundlagen gehören; . stellt sich verantwortungsvoll den Aufforderungen der Verwal-tung (H. Dr. Beck), eigene Vorstellungen zu entwickeln; . ist überzeugt, dass es mit seiner Kraft zur Erneuerung, die es seit Jahrzehnten meist federführend in Gelsenkirchen bewiesen hat, Bestandteil der Gelsenkirchener Schullandschaft bleiben muss. Das Schalker Gymnasium stimmt nicht überein . mit dem überwiegend fiskalischen Ansatz des Gutachters als Grundlage für Schulentwicklung; sollte der Gutachter von Ver-waltung oder Rat diese Vorgabe bekommen haben, kritisieren wir auch diese; 3 . mit den hochspekulativen „Zahlen-Grundlagen“ für die Sekundar- stufe II (25 Schüler je Kurs, statt 19,5 Schüler); wir halten eigene Politik von Gutachtern für unzulässig, weil manipulativ; . mit der alternativlosen „Auswahl“ des Schalker Gymnasiums als zu „schließende Schule“ zur Konsolidierung anderer Gymnasien; die namentliche Nennung unserer Schule zu einem so frühen Zeit-punkt kommt der gewollten Demontage eines anerkannten Systems gleich; . mit den seit mehr als sieben Jahren bekanntlich genährten „Gerüchten“ über eine bevorstehende Abwicklung des Schalker Gymnasiums seitens der Verwaltungsspitze; . mit dem „Rasenmäher-Ansatz“, die Hauptschulen zu schließen, an-statt sie instand zu setzen, damit sie so arbeiten können, wie die „in den vergangenen Jahren immer übernachgefragt(e)“ Haupt-schule Emmastraße (Bewertung, S.6); . mit dem Ansatz, zwei anerkannt gut funktionierende Systeme (Hauptschule Emmastraße/Schalker Gymnasium) schon vorab zu zer-schlagen; . mit dem Vorschlag des Gutachters, aus Hauptschule und Gymnasium eine diffuse „Modellschule mit neunjähriger Schullaufbahn bis zum Abitur“ aus dem Boden zu stampfen; . mit der weitergehenden Ankündigung eines „Gründungsteams“ für dieses Modell durch die Verwaltung (Bewertung, S.7) - hier sollen erneut vorab `Pflöcke gesetzt werden´, bevor überhaupt das Verfahren zu Stellungnahmen in Gang gekommen ist; . mit der Instrumentalisierung des „Gebäudepotenzials“ (Bewer-tung, S.7) an der Liboriusstr.103 zugunsten eines anderen Schulsystems; . mit der unseres Erachtens entlarvenden Bankrott-Erklärung der Verwaltung, wie sie sich in der fettgedruckten Aussage auf S.7 oben der „Bewertung“ findet: „Angesichts der gravierend zurückgehenden Schülerzahlen und der Tatsache, dass es nicht zu gelingen scheint, die Bildungsbetei-ligungsquote für die Gymnasien nachhaltig anzuheben, ist die Reduzierung des gymnasialen Angebots unausweichlich.“; 4 wer so formuliert, plant die systematische Veränderung der Schulstruktur in Gelsenkirchen, allerdings ohne sich dazu zu bekennen. Das Schalker Gymnasium beschränkt sich in der Stellungnahme auf wesentliche Kritikpunkte zum „Gutachten“ und zur „Bewertung“; der rufschädigende Umgang mit der Veröffentlichung der Pläne ist für uns inakzeptabel und eine Ohrfeige für jahrzehntelang anerkannte fachli-che und erzieherische Arbeit an Gelsenkirchens ältestem Gymnasium. Begründung für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Schalker Gymnasiums 1. Begründung für den Erhalt des Schalker Gymnasiums aufgrund seiner gegenwärtigen Arbeit 1.1 Verankerung im Stadtteil Schalke und Förderung von Integration in Vielfalt 1.2 Herausragende Bedeutung des MINTD-Profils für ein ausgewogenes Bildungsangebot in Gelsenkirchen und die Sicherung von Zukunftschancen junger Menschen in einer technisierten Welt 1.3 Freiwillige Qualitätsanalyse – Verleihung des SEIS-Gütesiegels 1.4 Weitere Gründe 2. Weiterentwicklungsansätze G8 / G9 und Integration von Schülern/innen mit körperlichen Behinderungen 5 1. Begründung für den Erhalt des Schalker Gymnasiums aufgrund seiner gegenwärtigen Arbeit 1.1 Verankerung im Stadtteil Schalke und Förderung von Integration in Vielfalt Das Schalker Gymnasium ist tief in der Geschichte der Stadt Gelsen-kirchen verwurzelt. Als Traditionsgymnasium (gegründet 1876) steht es in engem Zusammenhang mit der stadtgeschichtlichen Entwicklung seit der Industrialisierung und ist Teil der Lebensgeschichte vieler Gelsenkirchener Bürger. Es schafft wie kein anderes Gymnasium urbane Identität. Schulentwicklung und Stadtteilentwicklung müssen als eine Einheit gesehen werden. Gerade aus dieser Perspektive ist die Standorterhal-tung des Schalker Gymnasiums in diesem durchaus mit Problemen behafteten Stadtteil wichtig und sinnvoll. Der Erhalt des Schalker Gymnasiums als Traditionsgymnasium leistet einen entscheidenden Beitrag zur Integration in Vielfalt. Das Schalker wird von Kindern 17 unterschiedlicher Nationalitäten besucht, deren Eltern gerade diese kulturell vielfältige, niveauvolle Mischung bewusst als Bil-dungsumgebung für ihre Kinder gewählt haben. Die Schließung würde eine Lücke entstehen lassen mit kaum absehbaren Folgen für die Integration und die gezielte Förderung von Kindern mit Migrations-hintergrund. (RAA-Projekt – 2006 am Schalker Gymnasium ab Stufe 5, durch die Mercatorgesellschaft initiiert). Die Schule wurde nach mehreren Standortwechseln in der Vergangen-heit bewusst in das Arbeiterviertel Schalke platziert, obwohl seinerzeit alternativ ein attraktives Grundstück am Bulmker Park zur Verfügung stand. Die Stadtväter verschoben hierfür sogar die Stadt-teilgrenze, um das Schalker Gymnasium zu der Schule in Schalke zu machen, dem wohl bekanntesten Stadtteil Europas - Sinnbild für Koh-le, Stahl, Kultur, Sport und Bildung. Die Schließung des Gymnasiums an diesem Standort ist demzufolge paradox. Die mögliche Schließung aufgrund der Tatsache, dass hier im Vergleich zu anderen Schulen die beste Gebäudesubstanz mit der modernsten Ausstattung vorhanden ist, 6 klingt absurd. Die Gutachter scheinen nicht ermessen zu können, welchen Stellenwert das Schalker als „Stolz des Stadtteils“ für die Bewohner hat. Die Schule war und ist im Arbeitermilieu des Stadtteils und des Hinterlandes bis zum Kanal nach wie vor fest ver-ankert. Dementsprechend kommt nachweislich mehr als die Hälfte der Schülerschaft aus dem direkten Schulumfeld. Für andere Schüler/innen ist die hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ein Entscheidungskriterium für diese Schule. 1.2 Herausragende Bedeutung des MINTD-Profils für ein ausgewogenes Bildungsangebot in Gelsenkirchen und die Sicherung von Zukunftschancen junger Menschen in einer technisierten Welt Im Rahmen eines ausgewogenen Bildungsangebots südlich der Emscher ist das MINTD-Profil (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik und Deutsch) unserer Schule in Alt-Gelsenkirchen strukturell und qualitativ einzigartig und wird von Eltern- und Schülerschaft gut angenommen. Während unserer sechsjährigen Praxis ist es bei Evaluationen äußerst positiv bewertet worden. Es entspricht in besonderem Maße den Forderungen der Wirtschaft an die Bildungsein-richtungen (Partnervertrag mit Evonik). Die Stärkung der MINTD-Aktivitäten ist unerlässlich, um dem bereits einsetzenden Mangel an Ingenieuren entgegenzuwirken. Das Schalker Gymnasium bie-tet allen Schülern/innen eine hoch qualifizierte informations- und kommunikationstechnologische Grundbildung. (Laut WAZ Artikel vom 10.5.2010, „Ingenieursmangel kostet Milliarden“, fehlen in Deutsch-land 51900 Fachkräfte aus den Bereichen Technik, Informatik, Mathe-matik und Naturwissenschaften.) Es deckt damit den naturwissenschaftlichen Bereich der Schulbildung in Gelsenkirchen mit einer besonderen Konzeption ab, die mit ähnli-chen Angeboten anderer Gymnasien nicht vergleichbar ist. Ein Ver-zicht auf diesen Ansatz, der mit ausdrücklicher Zustimmung der Stadt Gelsenkirchen und nicht unerheblichem finanziellen Aufwand (Ausbau der Fachräume, PC-Ausstattung, Vernetzung der Arbeitsplätze etc.) an 7 unserer Schule eingeführt wurde, ist nicht zu rechtfertigen. Der durchgängige Einsatz des Computers im Unterricht der Stufen 5, 6 und 7 mit Powerpoint, Word, Excel, DynaGeo und Lego-Mindstorms ist hervorzuheben. Unsere am SAMMS-Wettbewerb (Mathematikwettbewerb der Stufen 5 und 6 aus Gelsenkirchen) teilnehmenden Schülern/innen fielen durch herausragende Leistungen auf. Ihre Kenntnisse in der Ablaufprogrammierung erwarben sie im regulären Unterricht der Stufe 6 mit dem Lego-Roboter (Partnerarbeit an 16 Plätzen). 1.3 Freiwillige Qualitätsanalyse – Verleihung des SEIS-Gütesiegels Alle Qualitätsanalysen im Rahmen von SEIS (das Schalker Gymnasium ist die einzige Gelsenkirchener Schule mit SEIS-Siegel des Ministe-riums für Schule und Weiterbildung) zeigen positive Werte. Das Schalker Gymnasium funktioniert sehr gut und wird von Schülern/innen und Eltern nicht nur als Bildungseinrichtung, sondern auch als Lebensraum angenommen. Bei Schulproblemen setzen bewährte Konzepte zur Förderung der Schüler/innen und zur Überwindung von Lernwider-ständen ein. Durch zusätzliche Lerngruppen, die von Lehrern/innen geleitet werden, Hausaufgabenbetreuung durch Oberstufenschüler/innen und organisierten Nachhilfeunterricht durch Oberstufenschüler/innen wird dieser Aufgabe Rechnung getragen. Das Schalker Gymnasium nimmt seit 2008 an der Initiative „komm mit“ teil und konnte die Zahl der Wiederholer in den letzten beiden Schuljahren deswegen deutlich senken. 1.4 Weitere Gründe a) Das Gutachten kann in dieser Form nicht zur Beschlussfassung der städtischen Gremien dienen; politisch verantwortliche Entwicklung der Schullandschaft in Gelsenkirchen darf nicht unter ausschließlich numerisch fiskalischen Gesichtspunkten erfolgen. Es ist nicht ersichtlich, dass der Gutachter die Leitlinien zum Schulentwick- 8 lungsplan (Erhöhung von Bildungschancen, bestmögliche pädagogische Förderung, Berücksichtigung von Zusatzbedarf wie Ganztagsbetreuung, Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund, integrativer Unterricht) berücksichtigt hat. b) Wegen des im Gutachten enthaltenen Berechnungsfehlers (Annahme des Kursfrequenzwertes von 25 für SEK.II, obwohl nach Auskunft der Bezirksregierung der bisherige Wert von 19,5 weiterhin Bestand haben soll) ist es auch als Berechnungsgrundlage hinfällig. Die Folge ist, dass alle Zügigkeiten der gymnasialen Oberstufen zu gering berechnet sind. Außerdem bleibt unberücksichtigt, dass moderne Unterrichtsme-thoden einen zusätzlichen Raumbedarf bedingen, z.B. Ausweichräume für Gruppen- und Projektarbeiten. Die Gymnasien in GE-Mitte haben zusammen einen Raumbestand von 169 Klassen- und Fachräumen (Gutachten Teil IV, S.23-26). Nach dem Gut-achten werden 2018 26 Räume davon nicht mehr benötigt. Diese Zahl wurde allerdings berechnet unter der Annahme eines Kursfrequenz-wertes für die SEK.II von 25 statt des derzeit gültigen Wertes von 19,5. Auf Seite 40 in Teil III stellt der Gutachter zwar fest, dass er ab dem Jahr 2010 mit einem Kursfrequenzwert von 25 statt 19,5 rechnet, bleibt aber jegliche Begründung hierfür schuldig. Legt man dagegen den heute gültigen Kursfrequenzwert von 19,5 zu-grunde, erhöht sich die Zügigkeit (und damit der Raumbedarf) im Jahr 2018 für die Sekundarstufe II für das Schalker Gymnasium um 1,8 und für alle Gymnasien in Ge-Mitte um 9,0 (Gauß um 2,0; Grillo und Ri-carda jeweils um 2,6). Statt des berechneten Überhangs von 26 Räumen werden daher 2018 höchstens 17 Räume für Klassen oder Kurse nicht mehr benötigt. Da für das Schalker Gymnasium insgesamt ein Raumbe-darf von 32 Räumen (zuzüglich der 1,8 zuwenig berechneten) in 2018 ermittelt wurde, folgt daraus, dass drei verbleibende Gymnasien (gleichgültig welche drei!) nicht die Kapazität haben, alle Schü-ler/innen, die ein Gymnasium besuchen wollen, aufzunehmen. Die Schü-ler/innen wären also gezwungen, auf andere Schulformen auszuweichen. Da bereits heute der Anteil der Schüler/innen, die ein Gymnasium 9 besuchen, vergleichsweise gering ist (ca. 10 Prozentpunkte unter dem Landesdurchschnitt), würde eine solche Entwicklung Gelsenkirchen bildungspolitisch weiter zurückwerfen. Die geringe Übergangsquote zum Gymnasium, die den Berechnungen des Gutachtens zugrunde liegt, wird als Prognose fortgeschrieben und in der Stellungnahme der Verwaltung übernommen. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass erst seit einigen Jahren eine gezielte Sprachförderung im Vorschul- und Grundschulbereich durchgeführt wird, die sich noch nicht auf die Anmeldezahlen der Gymnasien aus-wirken kann. Wer den Erfolg dieser Maßnahmen nicht bezweifelt, darf zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine gymnasialen Kapazitäten abbauen. c) Ziel eines Schulentwicklungsplans muss vielmehr sein, den Anteil qualifizierter Abschlüsse zu erhöhen sowie den Anteil der Schü-ler/innen mit Migrationshintergrund in höheren Schulformen zu stei-gern. Beide Ziele führen mittelfristig zu einer Erhöhung des Bedarfs an Gymnasialklassen. Diese Zielsetzung wird im Gutachten vollkommen ignoriert. Angesichts der im August 2007 festgelegten Leitlinien zum Schulentwicklungsplan ist es unverständlich, dass das Gutachten und somit die Auswahl des Schalker Gymnasiums durch die Gutachter ausschließlich von der Entwicklung der Schülerzahlen und der vorhan-denen Gebäudesubstanz ausgeht. Pädagogische und didaktische Konzep-te, Schulprofile und –programme werden nicht berücksichtigt, obwohl sie für einen Schulentwicklungsplan entscheidend sein sollten. d) Über die isolierte Betrachtung der Schülerzahlen hinaus, wie im Gutachten geschehen, müssten auch Gründe und Ursachen von Schulwahl-entscheidungen analysiert werden. Am Schalker Gymnasium sind die Anmeldezahlen nicht nur wegen der demographischen Entwicklung rück-läufig, sondern auch weil seit Jahren gezielt Gerüchte über die Schließung verbreitet werden. Dies verunsichert jedes Jahr erneut Eltern und Kinder, die keine gesicherte Laufbahn an dieser Schule sehen und sich allein deswegen für ein anderes Gymnasium (teilweise auch in den Nachbarstädten) entscheiden. Außerdem ist anzumerken, dass die konkrete Benennung des Schalker Gymnasiums als zu 10 schließende Schule im Gutachten verheerende Auswirkungen auf die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2011/12 am Schalker Gymnasium haben wird. Der Schulentwicklungsplan muss qualifizierte gesellschaftspo-litische und pädagogische Konzepte für Entscheidungen nutzen, damit er seine Berechtigung erhält, gesellschaftliche Entwicklung im Dienste des Gemeinwohls zu planen. Unsere Schulcharakteristik: Schulprofil MINTD-Profil SEIS Patensystem mit Klas- senpatenausbildung Erprobungsstufenkonzept Projekt zu Schulangst und Leistungsdruck Hausaufgabenbetreuung Verpflichtender Ergänzungsunterricht Übermittagsbetreuung Leitbild des SG 2010 Fremdsprachen Delf Cambridge Certificate Sprachenprofil Italienisch als Abiturfach Drehtürmodell (L/Frz) Spanisch AG Lebendige Schulkultur Berufspraktikum in der Oberstufe und Vorbereitung auf ein Studium (Uni-trainees mit Uni Duisburg/ Essen) Ungebundener Ganztag Suchtprävention Integratives Fahrtenkonzept Gahlen (Stufe 5 mit externen Partnern), Jugendskifreizeit Jochgrimm, Studienfahrten Sport Zahlreiche Sport AGs - Fußball - Mädchenfußball - Handball - Mädchenhandball - Tanzen - Lauftreff - Volleyball Schach AG Sporthelferkonzept Tennisunterricht (GTK) Arbeitsgemeinschaften Theater AG Musikschule (Gitarren- unterricht) Chor- und Instrumentalgruppen Erfolgreiche Schülerbands AG Energy-Lab im Wissenschaftspark Garten AG Nakute (Natur, Kunst Technik) Ausstellung der Stufe 11 im Revierpark Schulpartner Exklusivpartner MIR 2009/10 Partner Evonik Institut Thimm – Professionelle Berufs- und Studienorientierung Partner der Stadtbibliothek Partner der Fachhoch- schule IHK-Projekt „Bosse als Lehrer“ Schüleruni SAMMS Kontinuierliche, erfolg- reiche Schulprogramm- arbeit in einer Steuergruppe mit Eltern und Schülern Programm der Landesre- gierung „Kultur und Schule“: Kunstprojekte Stufe 11 11 2. Weiterentwicklungsansätze G8 / G9 und Integration von Schülern/innen mit körperlichen Behinderungen So wie sich das Schalker Gymnasium in den Jahrzehnten seines Be-stands und insbesondere in den letzten Jahren verändert hat, stellen wir uns auch eine weitere Entwicklung vor. Das Schalker Gymnasium sieht seine Zukunft nicht in der Mitarbeit an einer im Gutachten ge-nannten, aber nicht näher beschriebenen Modellschule und auch nicht im Erhalt seines Status quo, sondern in einer eigenständigen Weiter-entwicklung im Einklang mit dem gesellschaftlichen Wandel. - Das MINTD-Profil könnte gestärkt und ausgebaut werden, so dass eine Aufnahme in ein Schulnetzwerk aus sog. Excellence-Centern möglich wird (Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V. - www.mint-ec.de). In diesem Rahmen wird auch eine dauerhafte Zusammenarbeit mit dem Energy-Lab im Wissenschaftspark angestrebt, da die derzeit laufende erste AG von allen Beteiligten sehr gut aufgenommen wird. - Bezüglich der Schulstruktur würden wir gerne neben den bestehenden G8-Zügen auch Züge im G9-System anbieten (Versuchsschule i. S. des §25 SchulG-NRW). Gerade angesichts der sozialen Struktur des Stadtteils ist hierbei mit großer Akzeptanz zu rechnen, da es seit längerer Zeit entsprechende Elterninitiativen gibt. Ein G9-Gymnasium stellt eine außergewöhnliche Chance dar, die Bildungsbeteiligungs-quote in Gelsenkirchen zu erhöhen, bei gleichzeitiger Entlastung der Gesamtschulen. Kinder mit der Gymnasialempfehlung “mit Einschrän-kung“ und Seiteneinsteiger während der Sek. I (z.B. Realschüler nach Klasse 6) hätten so größere Erfolgschancen. Insbesondere Schülern/innen mit Defiziten im sprachlichen Bereich, die zwar gewissenhaft, aber langsam arbeiten, wird durch das in den Unterricht integrierte Förderangebot des G9-Systems die Möglichkeit eröffnet, ein Gymnasium zu besuchen und erfolgreich mit dem Abitur abzuschließen. Auch in Mathematik und den Naturwissenschaften führen 12 sprachliche Schwächen zu Minderleistungen, weil Aufgabenstellungen und Erklärungen nicht verstanden werden. Allen Schülern/innen kann in den ersten Jahren auch ein Wechsel zwischen den Systemen ermöglicht werden, d. h. leistungsstarke Kinder können vom G9- auf den G8-Zweig wechseln und Kinder mit erheblichen Problemen im G8- können auf das G9-System umsteigen. Dadurch entsteht in beide Richtungen eine Durchlässigkeit, die den individuellen Entwicklungen aller Schüler/innen gerecht wird. Dieses Konzept der Durchlässigkeit kann auch in enger Kooperation mit den anderen Altstadtgymnasien eingeführt werden. Des Weiteren können wir feststellen, dass das Schalker Gymnasium bereits weitgehend behindertengerecht angelegt ist. Alle Räume im Erdgeschoss sind barrierefrei – also auch für Rollstuhlfahrer – zugänglich. Lediglich für den Zugang zum Obergeschoss müsste ein Fahrstuhl eingerichtet werden, wie es der aktuelle Investitionsplan bereits vorsieht. Daher ist es mit vertretbarem finanziellem Aufwand möglich, das Schalker Gymnasium zu einem integrativen Gymnasium zu erweitern, um auch Kindern mit körperlichen Behinderungen den Zugang zu qualifizierten Schulabschlüssen zu ermöglichen, ein Bereich, in dem das Schalker Gymnasium schon vor einigen Jahren Erfahrung gesammelt hat.




"Wir gestalten unsere Stadt für die Zukunft unserer Kinder“, so hieß das Motto der Fach- Tagung Prävention Gelsenkirchener Dialoge.

Natürlich war die Fraktion DIE LINKE bei so einer wichtigen Veranstaltung mit ihren Ideen und Vorstellungen dabei. In vorbereiteten Workshops z.B. über Zeitgemäße Lern-Orte, neue Lebensräume bzw. Welten und sozialräumliche Arbeitskonzepte wurde diskutiert. Man war sich dann am späten Nachmittag einig, dass eine gute Vernetzung sehr wichtig ist.

Welche Denkanstöße der unterschiedlichen Arbeitsgruppen beim Fachtag auf den Weg gebracht werden, ob die Vernetzung aller Kinder, Jugend und Familienpolitik relevanter Institutionen und Verbände verbessert wird und welchen Teil die Politik dazu beitragen kann wird die Zukunft zeigen.

Der neue grüne Schulminister aus Gelsenkirchen

CDU und LINKE im Populismus vereint So titelt die Homepage der Gelsenkirchener Grünen und verabschiedet sich ansonsten von einer sachlichen Diskussion. Denn was eine Hauptschule mit dem Abschied vom Schalker Gymnasium zu schaffen hat und wo der Unterschied bei beiden Schulformen ist, vermag der schulpolitische Sprecher der Grünen D. Fischer nicht zu erklären. Aber er ist schulpolitischer Sprecher und was für einer. Was nun den angeblichen Populismus der Linken angeht, so sollten die Grünen erst einmal bei sich selber anklopfen, ehe sie die Ratsfraktion oder die Fraktionssprecherin mit einem Begriff in Verbindung bringen, den sie wohl am besten kennen sollten. Ich erinnere da an den erbärmlichen Populismus der Grünen Höhn und Priggen, im Zusammenhang mit der so genannten Kampfhund Debatte vor einigen Jahren. Damit aber der beginnende Kulturkrampf in Gelsenkirchen, nicht an Langeweile eingeht, werden wir von hier aus etwas Würze und tatsächlichen Populismus einbringen. Dazu vorher noch ein Absatz des in Gelsenkirchen noch nicht groß aufgefallenen schulpolitischen Sprechers D. Fischer zu den Vorstellungen der Grünen: David Fischer: "Das Ergebnis wird ein möglichst breit getragenes Zukunftskonzept für alle Bildungseinrichtungen in unserer Stadt sein. Bildungsdezernent Manfred Beck und der Gutachter haben diesen Prozess richtig angelegt, egal, ob das CDU- und LINKE-Populisten oder Gymnasiallobbyisten wie dem Schulaufsichtsbeamten Klaus Dingemann passt oder nicht!" Quelle: www.gruene-ge.de Es passt uns nicht Herr Fischer und wir werden, die Bevölkerung in Gelsenkirchen, von unserer Meinung unterrichten, ob es Ihnen und ihrer Partei passt oder auch nicht.